Rutenfestbilanz 2026
Bereitschaftsleiterin Cornelia Barth konnte nach der Auswertung der elektronisch erfassten Protokolle feststellen, dass in diesem Jahr deutlich mehr Festbesucher*innen die Wachen am Waaghaus, in der Kuppelnauschule und am Scheffelplatz aufgesucht haben. Daneben mussten auch einige Kinder in der Oberschwabenhalle beim Tanzen – Spielen – Musizieren betreut werden.
Über 120 meist harmlose Beeinträchtigungen wurden mit Pflastern oder Eisbeuteln versorgt. Hinzu kamen etwa 30 Insektenstiche, die glücklicherweise alle ohne allergische Reaktionen verliefen. Teilweise kamen fast ausschließlich Kinder mit ihren Eltern auf die Wachen. So musste am Dienstagnachmittag in einer Wache kein einziger Erwachsener sanitätsdienstlich versorgt werden. Eine Häufung von leichten Verbrennungen gab es durch eine von der Sonne aufgeheizte Metallstange auf dem Kinderspielplatz, an dieser sich die Kinder hinabrutschen ließen.
Vom Festzug mussten vier Personen in die Klinik transportiert werden, darunter auch mit Einsatz eines Notarztes. Schwierig war die Zufahrt für den Rettungsdienst zum Festzug, da wegen der Pferde kein Martinshorn eingeschaltet werden durfte und viele Straßen abgesperrt waren. Bis Dienstagabend mussten 32 Festbesucher mit teilweise lebensbedrohlichem Zustand der Klinik zugeführt werden. Wie immer blieb auch der Alkoholmissbrauch nicht aus. Am Rutensonntag musste ein Festbesucher schon gegen 11.30 Uhr wegen alkoholbedingten Beschwerden versorgt werden.
Etwa 300 Dienste mussten durch die ehrenamtlichen Einsatzkräfte abgedeckt werden, was für Bereitschaftsleiterin Cornelia Barth eine Herausforderung war, da Freitag, Montag und Dienstag normale Arbeitstage sind und die im Berufsleben stehenden Helferinnen und Helfer Urlaub nehmen müssen. Der DRK-Ortsverein Ravensburg ist dankbar, dass alle Ortsvereine und Bereitschaften des DRK-Kreisverbands Ravensburg tatkräftig unterstützt haben.
Die Fachgruppe Technik und Sicherheit ist jedes Jahr außerordentlich gefordert durch die Installation und dem Betrieb und dem Abbau der Beleuchtung auf dem Marienplatz sowie dem Aufbau des Glückhafens der Rutenfestkommission. Diese Gruppe hat auch dafür gesorgt, dass beim Stromausfall am Samstag Abend die DRK-Wachen problemlos weiterbetrieben werden konnten.
Sanitätsdienstlich und technisch wurden etwa 2.700 ehrenamtliche Stunden geleistet und 215 Personen betreut. Nicht enthalten sind die Dienste beim Rutenvergraben, das in diesem Jahr bereits um 14 Uhr begann und wahrscheinlich bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags gedauert hat.