Gesundheitstipps für den Sommer

Kommen Sie gut durch den (restlichen) Sommer

Foto: Franz Suppan.

Wenn auch das Rutenfest nicht gerade von der Sonne verwöhnt war, können wir sicher noch einige Hitzetage (Tageshöchsttemperatur 30 °C und darüber) erleben. Der Ortsvereinsvorsitzende Alfred Bosch, ehrenamtlicher Ausbilder und hauptamtlicher Lehr-Rettungsassistent hat ein paar Tipps für jedes Lebensalter zusammengestellt.

Tragen Sie als Eltern oder Großeltern Sorge, dass Kleinkinder bei direkter Sonneneinstrahlung auf dem Spielplatz oder im Freibad immer eine leichte Kopfbedeckung tragen. Auch Männer mit lichter Kopfbehaarung oder mit Glatze sollten eine Kopfbedeckung (es gibt modische Strohhüte) tragen. Scheint die Sonne längere Zeit direkt auf den Kopf, kann dies einen Sonnenstich verursachen, der in letzter Konsequenz zur Bewusstlosigkeit führt und dann lebensbedrohlich ist. Wenn Betroffene über Nackensteife, Kopfschmerzen und Übelkeit klagen, ist es wichtig, den Notruf über 112 abzugeben. Als erste Hilfe sollten die Betroffenen in den Schatten gebracht werden bei erhöhter Lagerung des Kopfes. Zusätzlich kann der Kopf mit feuchten Tüchern gekühlt werden.

Eine erhöhte Gefahr vor allem für Kinder ist das vermehrte Auftreten von Wespen. Kinder sollten niemals gesüßte Getränke aus Dosen trinken. Unbewusst kann dabei eine Wespe in den Mund gelangen und zu einer Atemwegsverlegung führen. Auch wenn Kinder im Freien ein Eis lutschen ist eine erhöhte Aufmerksamkeit durch die Eltern wichtig. Sollte wirklich ein Wespenstich in den Mund oder Rachenraum erfolgt sein ist eine Panikreaktion nicht hilfreich. Das Kind darf weiterhin Eis lutschen und nach Möglichkeit kalte Umschläge um den Hals bekommen. Ist keine sofortige Besserung zu erkennen, ist der Notruf über 112 erforderlich.

Starke körperliche Belastung oder übermäßige sportliche Betätigung bei großer Hitze kann durch den Wasser- und Kochsalzverlust zu einer Bewusstlosigkeit führen. Die Betroffenen sind auffallend blass, können sich kaum auf den Beinen halten und frösteln. Sie sollten im Schatten flach gelagert werden und bei Bedarf zugedeckt werden, z. B. mit einer Rettungsfolie, welche in jedem Autoverbandskasten vorhanden ist. Bei Bewusstlosigkeit muss auf jeden Fall eine Seitenlage durchgeführt werden und der Notruf erfolgen.

Bei älteren Menschen besteht vor allem im Sommer die Gefahr der Austrocknung des Körpers, wenn sie zu wenig trinken. Es gibt unterschiedliche Auffassungen über die erforderliche Trinkmenge, doch dürften eineinhalb Liter Flüssigkeit ein Richtwert sein. Da oftmals kein Durstgefühl auftritt und bei reduziertem Essen – weil man keinen Appetit hat – auch wenig Flüssigkeit über die Nahrung aufgenommen wird, können wichtige Körperfunktionen eingeschränkt werden und auf die Dauer Langzeitschäden entstehen. Angehörige von gefährdeten Menschen sollten darauf drängen, dass im Laufe des Tages immer genügend Trinkflüssigkeit in Reichweite steht. Wenn Verdacht auf Austrocknung (trockene Haut und Schleimhäute, tiefliegende Augen und stehende Hautfalten) besteht, muss auf jeden Fall ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Die erforderlichen Basis-Maßnahmen der ersten Hilfe können jederzeit in einem eintägigen Kurs beim DRK-Kreisverband Ravensburg erlernt oder ggf. aufgefrischt werden. Kontakt über Telefon (0751) 56061-0 zu den üblichen Geschäftszeiten oder über
http://drk-rv.de/angebote/kurse.html.

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